Offener Ganztag

Ziel: Ein erweitertes Schulverständnis in enger Zusammenarbeit mit dem Jugendamt
offen bedeutet: freiwillige Anmeldung durch Eltern / Mitwirkung (Einbeziehung) außerschulischer Partner – Vereine, etc.
Träger: Jugendamt der Stadt Kempen
Finanzierung: Landeszuschuss, kommunale Gelder und Elternbeiträge
Personal: pro Gruppe (25 Kinder) 1 Fachkraftstelle (30 Std.) und eine Ergänzungskraftstelle (15 Std.). Die Betreuungszeit ist dadurch von einem festen Kollegium konstant abgedeckt. Zusätzlich unterstützen diese Arbeit am Mittag 4 hauswirtschaftliche Kräfte mit unterschiedlichem Beschäftigungsumfang. Honorarkräfte und Kooperationspartner erweitern die Angebotspalette.

Seit dem Sommer 2004 existiert diese Einrichtung an der Schule. Inzwischen werden gut 150 Kinder betreut. Die Betreuungszeit ist von 8.00 bis 16.00 Uhr. Nach Bedarf können Eltern auch zusätzliche Randzeiten nutzen: 7.00 – 8.00 Uhr oder 16.00 -17.00 Uhr.
Die Kinder des Offenen Ganztags gehen nach Möglichkeit gemeinsam in eine Klasse. Das Modell der sog. Zugklasse ist bei uns konzeptionell gedacht und enthält wertvolle pädagogische Aspekte. Ist das organisatorisch nicht möglich, gibt es auch Klassen, die von OGS – Kindern, Kindern ohne Betreuung oder Kindern mit Ratzefummelbetreuung gemeinsam besucht werden.

Unsere Offene Ganztagsgrundschule möchte ein erweitertes Bildungs- und Erziehungsangebot vorhalten, um dadurch einen Beitrag zur Stärkung der Familie zu leisten. Diese Angebote enthalten Förder-, Betreuungs- und Freizeitelemente in Ergänzung zur schulischen Arbeit. Das Kind profitiert von dieser Verzahnung zwischen Unterricht und außerunterrichtlicher Zeit.
Elemente der OGS an der Regenbogenschule:
• Betreuung vor dem Unterricht
• Unterricht
• Förderkurse
• Elternberatung
• Übezeit
• Ankommen, Abholen, Übergang Unterricht – OGS
• Mittagessen
• Freispielphasen
• Angebote
• Imbiss
• Ferienbetreuung
• Betreuung an unterrichtsfreien Tagen
Für zusätzliche Angebote im Sport und im kreativen Bereich entstehen Eltern keine Zusatzkosten.

Im Wesentlichen ist der zeitliche Ablauf an allen Tagen ähnlich. Unsere inhaltlichen Planungen sehen vor, dass alle Kinder bis 16 Uhr zusammenbleiben. Eine starre Abholzeit bereitet Eltern aber große Schwierigkeiten, deshalb sind Ausnahmen im Einzelfall möglich.
Eltern erhalten eine Information darüber, an welchen Angeboten ihr Kind teilnimmt. Dadurch wissen sie, an welchen Tagen sie ihr Kind flexibel ab 15 Uhr abholen können.
Aus dem OGS – Team gibt es pro Klasse eine feste Bezugsperson, die mit dem Klassenlehrer eng zusammenarbeitet (Absprachen zur Übezeit, zur Raumgestaltung, …)
Im Folgenden sollen einige Elemente der OGS näher erläutert werden:

Mittagessen
Alle Kinder im OG erhalten täglich ein warmes Mittagessen. Gegessen wird in fünf Essensgruppen. Das Mittagessen erhalten wir zur Zeit von der Firma Keppner aus Willich.
Die Kinder werden von der jeweils in der Gruppe tätigen Erzieherin begleitet. Sehr viel Wert wird gelegt auf die Pflege einer sog. Tischkultur, der Förderung von Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein sowie das sinnvolle Erleben eines sozialen Miteinanders.

Übezeit
Die Übezeit hat einen hohen Stellenwert innerhalb des Schultages. Sie löst die klassischen „Hausaufgaben“ zugunsten am Lehrplan orientierter differenzierter Aufgabenstellungen ab. Diese sollen das Kind befähigen, erarbeitete Unterrichtsinhalte in seinem eigenen Lerntempo und gemäß seinen individuellen Fähigkeiten zu üben. Dazu erhält das Kind seinen Lernplan (differenzierter Wochenplan).
Während der Übezeit werden die Kinder in zwei Räumen von 2-3 Betreuerinnen und 2 – 3x pro Woche von der Lehrerin begleitet. So besteht die Möglichkeit, individuelle Hilfestellungen zu geben und möglichst auf jedes Kind positiv einzuwirken.
Für den Klassenlehrer und die Erzieherinnen bedeutet dies eine enge vertrauensvolle Zusammenarbeit. Der Klassenlehrer als Koordinator stellt die Aufgaben zusammen und gibt einzelne Hinweise zu den Kindern. Er bespricht mit seinen Teamkollegen mögliche Ergänzungen/Verbesserungen und bekommt Rückmeldung über das Gelingen oder Nichtgelingen, um ggfs. sein Konzept zu überdenken und Veränderungen vorzunehmen.
Während der normalen „Übezeit“ legen wir großen Wert auf eine ruhige Atmosphäre. Die Kinder sollen zum eigenständigen Handeln hingeführt werden.
Die Eltern unterstützen ihr Kind dadurch, dass sie Interesse für die geleistete Arbeit zeigen und sich täglich mit dem Kind über das Gelernte, austauschen.

Freispielphasen
Die Kinder haben täglich freie Zeit um drinnen und draußen zu spielen. Das Freispiel in den Klassen wird von den Bezugserziehern durch unterschiedliche Aktionen bereichert.

Angebote
Im laufenden Schuljahr 2017/2018 gibt es z.B. folgende Angebote, die gruppenübergreifend stattfinden:
Fußball, Textiles Gestalten, Künstlerische Projekte, Freies kreatives Gestalten mit Papier und Farben, Erlebnispädagogik, Spiel/Spaß/Sport, Bücherclub, Holzarbeiten und weitere Kurzprojekte, welche dem Bedürfnis des Kindes angepasst sind.
Darüber hinaus gibt es Angebote durch die jeweiligen Erzieherinnen in den Gruppen, welche nach den Herbstferien starten z.B.:
– Leise, leise (Entspannungsübungen)
– Tanzen
– Backen
Eine Mitarbeit bzw. Hilfe von Eltern bei der Durchführung von Angeboten ist wünschenswert. Je nach Zeit kann dies die Festlegung für ein festes Angebot bedeuten oder aber auch gelegentliche Hilfe für Einzelaktivitäten.

Imbiss:
Die Kinder erhalten am Nachmittag einen kleinen Snack. Sie lieben diesen Snack und erleben das Treffen im großen Speiseraum als eine besondere „Pause“ im Tagesablauf.